Herleitungsaufgaben
Herleitungen
Bei Herleitungsaufgaben (nur im 2D-Format) besteht das Ziel darin, die Lösung ausgehend von der Aufgabenstellung schrittweise herzuleiten, damit das System (welches das Endergebnis übrigens nicht kennt) Ihnen folgen kann und am Ende Ihr Ergebnis akzeptiert.
Hierzu müssen Sie zunächst mit einer bekannten Aussage (aus der Aufgabenstellung) starten. Nun können Sie die gegebene Gleichung oder Ungleichung solange umformen, bis Sie zu einem Endergebnis gelangt sind. Wichtig ist dabei, dass das System erkennen kann, wie zwei aufeinanderfolgende (Un)Gleichungen miteinander in Verbindung stehen. Dies wird durch das Äquivalenzzeichen <=>
oder den Folgepfeil =>
angezeigt. Fehlt diese Verknüpfung, so wird angenommen, dass es sich um eine bereits bekannte Aussage handelt, und die Aufgabenstellung wird danach durchsucht. Wird nichts gefunden, wertet das System die Zeile als Fehler und zeigt dies entsprechend an. Aus technischen Gründen (auch in Bezug auf Rückmeldungen) kann pro Zeile immer nur eine Gleichung stehen.
Das System erkennt derzeit (Januar 2023) die folgenden Umformungen:
Ist eine Gleichung immer erfüllt, dann hat diese den Wert wahr
, also z.B. 1 = 1 <=> wahr.
Ist eine Gleichung nie erfüllt, dann hat diese den Wert falsch
, also z.B. 1 = 0 <=> falsch.
Endergebnis
Das Endergebnis wird in der Form LL = ...
dargestellt. Ist eine Gleichung nie lösbar, so kann dies folgendermaßen beschrieben werden:
...
<img src="https://elearning.hs-ruhrwest.de/draftfile.php/71500/user/draft/135888484/2D-Endergebnis.png" alt="" width="160" height="135" role="presentation" class="img-responsive atto_image_button_text-bottom">
Fallunterscheidungen
Fälle werden durch die Markierung "Fall: Bedingung" eingeleitet und mit Ergebnis: Bedingung abgeschlossen. Das für diesen Fall gültige Zwischenergebnis ergibt sich aus der letzten Äquivalenzumformung oder Folgerung unterhalb des Falls. Die Bedingung muss immer in expliziter Form vorliegen, d.h. nach einer Variablen aufgelöst sein.# So ist z.B. "x> 1/2" eine gültige Bedingung, "2x > 1" hingegen nicht.
Das Zwischenergebnis muss eine Bedingung bzw. Gleichung oder Ungleichung (keine Menge!) sein. Im folgenden Beispiel gibt es für den Fall, dass x > 0 ist, keine Lösung:
<img src="https://elearning.hs-ruhrwest.de/draftfile.php/71500/user/draft/135888484/2D-Fall-falsch.png" alt="" width="250" height="208" role="presentation" class="img-responsive atto_image_button_text-bottom">
Hingegen ist im nächsten Beispiel für den Fall, dass x < 0 ist, jeder Wert eine Lösung:
<img src="https://elearning.hs-ruhrwest.de/draftfile.php/71500/user/draft/135888484/2D-Fall-wahr.png" alt="" width="250" height="223" role="presentation" class="img-responsive atto_image_button_text-bottom">
Wird eine Fallunterscheidung durchgeführt, so muss am Ende ein Gesamtergebnis in der Form "LL = ..." angegeben werden.
<img src="https://elearning.hs-ruhrwest.de/draftfile.php/71500/user/draft/135888484/2D-Fall-Loesung.png" alt="" width="181" height="52" role="presentation" class="img-responsive atto_image_button_text-bottom">